Netzqualitätsüberwachung

Elektrische Antriebe mit Netzanalysatoren schützen

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Spannungsqualität gemäß gültiger Normen überwachen

Zu einer funktionierenden Netzqualitätsüberwachung gehören die Auswahl der Messpunkte, des Equipments, der Messgrößen und -Intervalle sowie die Interpretation der Daten. Um nicht zu viel Arbeitszeit zu binden, entschied sich Air Liquide für Janitza Electronics. Als Messgerät wurde ein UMG 511 Klasse A Spannungsqualitätsanalysator gewählt. Dieser Gerätetyp ist für die Überwachung der Spannungsqualität gemäß gültiger Normen, z. B. der EN 50160, geeignet und erfasst sämtliche Spannungsqualitätsparameter.

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„Ausschlaggebend für die Auswahl des UMG 511 war die gerichtsfeste Klasse A-Messung. Wenn im Motor kein Fehler feststellbar ist und die Spannungsqualität passt, kann ein Design- oder Fertigungsproblem vorliegen“, kommentiert der Verantwortliche. Damit die Messungen nicht angreifbar sind, begleitete Henning Müller, Vertriebsaußendienst Region West bei Janitza, die gesamte Aktion. Oliver Kötting erhielt von Henning Müller viele Informationen: „Er hat uns auch darauf hingewiesen, dass der Netzbetreiber gemäß der zulässigen EN-Norm während 5 Prozent der Zeit die Grenzwerte überschreiten darf. Das heißt für uns, selbst wenn der Netzbetreiber Normeinhaltung zusichert, kann es immer wieder zu Störungen kommen, die unsere Maschine schädigen.“

Per Fernüberwachung die Messwerte im Blick

Henning Müller und Oliver Kötting entschieden, mit den Messungen in der Eingangszelle der 10 kV-Anlage zu beginnen. Dort besteht über 4000:1-Wandler der beste Zugriff auf Spannungen und Ströme der Eingangszelle. Die Parametrierung des Messgeräts kann grundsätzlich im eingebauten Zustand erfolgen. Aus Sicherheitsgründen entschied man sich bei diesem ersten Projekt jedoch dafür, das UMG 511 zunächst fliegend verdrahtet am Schreibtisch in Betrieb zu nehmen. Mit der Software Gridvis lässt sich das Gerät nicht nur parametrieren, sondern auch die gesamte Kommunikation einrichten.

Die Daten sollten schließlich nicht lokal ausgelesen werden, sondern an einen Server übertragen werden. Dies übernimmt ein Easy-Gateway EG400, ein Mobilfunk Modem und Gateway von Janitza. Da eine 220 V-Versorgung nur im Nachbarschrank vorhanden war, wurde es dort platziert. „Wir mussten im laufenden Betrieb nachrüsten – mit geringen Eingriffen. Das ging jedoch problemlos. Als Verbindung zwischen den Geräten genügt ein Netzwerkkabel. Zudem ist der Empfang im Gebäude so gut, dass wir die Mobilfunkantenne einfach auf dem Schrank montieren konnten“, erklärt Henning Müller. Die Messungen konnten so Ende Februar 2016 beginnen.

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