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Cluster-Forum Elektromobilität als Technologietreiber der industriellen Antriebstechnik

| Redakteur: Reinhard Kluger

m Das erste in 2012 stattgefundene Cluster-Forum war zugleich ein Veranstaltungshighlight: 70 Teilnehmer und spannende Vorträge rund um wichtige Zukunftsthemen, wie moderne Antriebstechnik und Elektro-Mobilität. So war die Veranstaltung Plattform, um gemeinsame Herausforderungen der beiden Anwendungsgebiete in Angriff zu nehmen.

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Gut besucht: Blick auf die Teilnehmer des Cluster-Forums bei Baumüller in Nürnberg.
Gut besucht: Blick auf die Teilnehmer des Cluster-Forums bei Baumüller in Nürnberg.
(Automation Valley)

Sowohl die industrielle Antriebtechnik als auch die eMobility bergen große volkswirtschaftliche Chancen und Herausforderungen. Eine Einschätzung, die Cluster-Sprecher Prof. Reinhart und der Geschäftsführer der Baumüller Holding, Andreas Baumüller, bestätigen: „Der Markt E-Mobility ist noch in seiner Entwicklung. Wir als Firma Baumüller bereiten uns bereits seit zwei Jahren darauf vor. Diesen spannenden Zukunftsmarkt zu beobachten und zu analysieren, bedeutet für uns kontinuierliche Produktinnovation in dem Bereich der Antriebs- und Automatisierungstechnik.“

Einstieg in E-Mobility

Norbert Scholz, Baumüller-Geschäftsführer, ergänzte: „Unser Know-how in der industriellen Antriebstechnik erleichtert uns den Einstieg in die E-Mobility sehr. Natürlich ist es trotzdem nicht so, dass man einfach einen Motor aus der industriellen Antriebstechnik in eine E-Mobility-Anwendung setzt und alles funktioniert.“

Prof. Dr. Jörg Franke von der FAPS brachte Klarheit in das aktuell durch viele Geheimhaltungsabkommen zwischen Unternehmen verminte Gebiet: „Die großen Zulieferunternehmen haben schon bei vorangegangenen Innovationen wie der elektrohydraulischen Lenkung oder der Einspritzdüse jeweils 500 Millionen Euro für die Entwicklung in den Sand gesetzt, diese Investitionen müssen getätigt werden. Doch warum sollten sich die etablierten Zulieferer den aktuellen Markt kaputt machen? Solange VW im abgelaufenen Jahr zweistellige Milliardenbeträge mit aktuellen Produkten verdienen kann, weshalb sollten diese Unternehmen daran interessiert sein, auf E-Mobility zu setzen?“

Der Markt ist global

Cluster-Sprecher Prof. Reinhart empfahl den Herstellern eine Kooperation mit den Kfz-Zulieferern: „Der Markt ist global. Kein KMU kann es sich leisten, die wichtigen Zielmärkte alleine zu bearbeiten“ Armin Schlereth, Leiter Antriebsstrang Inside e-Car der Siemens AG zeigte sich optimistisch: „Für Siemens ist E-Mobility ein wichtiges Zukunftsfeld. Daher engagieren wir uns auch sehr und sind zuversichtlich, hier bald Erfolge einzufahren.“ Im Anschluss an die Vorträge folgten Praxisbeispiele für die aktuelle Umsetzung der Antriebstechnik in die E-Mobility von den Unternehmen Danfoss, Sensortechnik Wiedemann, KSB AG, Baumüller und Beckhoff. Die Themenpalette reichte von energieeffizienten Antriebslösungen für hydraulische Systeme bis zur erweiterten Funktionalität in Arbeitsmaschinen durch eMobility und Teleservice.

Kooperationsgespräche in familiärem Ambiente

Diskussionen und Networking rundeten die spannende Veranstaltung ab. Auffallend konkret waren auch die Kooperationsgespräche zwischen namhaften Unternehmen der Antriebstechnik wie Schäffler Technologies, Wittenstein, Siemens, ABM Greiffenberger oder Baumüller. Das Feedback der Teilnehmer war rundum positiv: „Das war eine sehr spannende Veranstaltung. Mir hat vor allem der Vortrag von Prof. Schiller über fehlersichere Kommunikation in der Automatisierung gefallen. Er hat in wenigen Punkten die Problematik auf den Kopf getroffen und seine Lösungsvorschläge klingen interessant. Allein dafür hat sich das Kommen bereits gelohnt“, so Andreas Turk von der infoteam Software AG. Hans-Ulrich Erne von Noris IB: „Der Cluster ist die Kommunikationsplattform der Mechatronik und Automatisierungstechnik in Bayern! Die heutige Veranstaltung war wieder mal Beweis dafür.“

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