Elektromobil Egger-Lohner Porsches elektrische Anfänge neu in Szene gesetzt

1898 präsentierte Ferdinand Porsche mit dem „Egger-Lohner-Elektromobil Modell C.2 Phaeton“ seine erste Konstruktion. 2014 wurde das originale Fahrzeug in das Stuttgarter Porsche-Museum integriert. Ganz neu wird dieses nun mit einem Infinity-Effekt holographisch in Szene gesetzt.

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Was auf den ersten Blick an eine Pferdekutsche erinnert, ist die erste Konstruktion von Ferdinand Porsche - mit elektrischem Antrieb.
Was auf den ersten Blick an eine Pferdekutsche erinnert, ist die erste Konstruktion von Ferdinand Porsche - mit elektrischem Antrieb.
(Bild: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG)

Das Egger-Lohner-Elektromobil Modell C.2 Phaeton – oder kurz „P1“– rollte als eines der ersten zugelassenen Fahrzeuge Österreichs am 26. Juni 1898 über die Straßen Wiens. Entwickelt und konstruiert wurde es von Ferdinand Porsche, der das Kürzel „P1“ (für Porsche Nummer 1) schon in alle wichtigen Bauteile einschlagen ließ.

  • Der kompakte und nur 130 kg schwere Elektroantriebs hatte eine Leistung von 3 PS, kurzfristig waren durch Überlastung sogar bis zu 5 PS möglich. So erreichte der P1 bis zu 35 Stundenkilometer. Die Fahrgeschwindigkeit konnte dabei mittels eines „Controller“ genannten Reglers in 12 Stufen gewählt werden.
  • Die Gesamtreichweite des Fahrzeuges betrug 80 Kilometer.
  • Das Elektromobil wurde von dem von Porsche entwickelten Oktagon-Elektromotor vor der Hinterachse sitzend angetrieben und fuhr mit Vorderachslenkung.
  • Clever war auch die Lohner-Wechselkarosserie, mit der der Wagen sowohl im Sommer als auch im Winter genutzt werden konnte.
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Porsche gewinnt mit „P1“ 1899 „Preiswettfahrt für Elektromobile“

Im September 1899 bei der Internationalen Motorwagen-Ausstellung in Berlin nahm Ferdinand Porsche an einer „Preiswettfahrt für Elektromobile“ teil. Die 40 Kilometer lange Strecke stellte u.a. durch Steigungen hohe Ansprüche an die Teilnehmer. Ferdinand Porsche und sein „P1“ beendeten das Rennen mit drei Passagieren an Bord mit 18 Minuten Vorsprung als Erster. Auch in der Wirtschaftlichkeitswertung siegte Ferdinand Porsche, denn sein „P1“ hatte im Stadtverkehr den geringsten Energiebedarf.

Der „P1“ als Holographie im Stuttgarter Porsche-Museum

1902 wurde der „P1“ in einem Lager abgestellt und stand dort lange Zeit unberührt. Seit 2014 ist er zentrales Exponat der Dauerausstellung des Porsche-Museums in Stuttgart-Zuffenhausen. Neu in Szenze gesetzt soll der „P1“ künftig eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart schlagen: Es steht nun auf einem Podest mit rund fünf Metern Durchmesser, an dessen Stirnseite sich ein Portal befindet – so wirkt es, als ob der Egger-Lohner aus der Vergangenheit in die Gegenwart kommt.

Diese Illusion wird durch einen Infinity-Effekt erschaffen, der durch die Komposition von LED-Technologie, speziell dafür manufakturierten Spiegelscheiben und den dreidimensional dargestellten Inhalten erzeugt wird. Als Resultat entsteht eine unendliche Tiefe, die die Besucher in den Bann zieht und dazu einlädt, die Darstellung aus verschiedenen Blickwinkeln immer wieder neu zu entdecken. Das holographische Storytelling vermittelt damit eindrucksvoll die Porsche DNA, teilt das Museum mit.

Viele Besucher haben Elektromobilität und den Kutschwagen nicht in Zusammenhang gebracht. Jetzt haben wir einen Wow-Effekt geschaffen. Nun wird jeder Besucher in die elektrischen Anfänge von Porsche dank der bislang noch nie angewendeten ‚Infinity-Mirror‘-Technik einbezogen.

Iris Haker, Kuratorin

Durch die Realisierung des „Future Heritage Portals“ wird jeder Museumsgast durch den Tiefeneffekt eines rund zweieinhalbminütigen Films mit Inhalten versorgt und durch die gesamte Ausstellung begleitet, denn die Installation ist von fast jedem Winkel des Museums aus zu sehen.

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