Sicherheit aus Tradition

Schaltgerätespezialist überzeugt durch Innovation

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Sicherheitsfunktionen integrieren

Wer auf Fortschritt setzt, der kommt an Elektronik meist nicht vorbei. Auch bei Sicherheitstechnik ist davon immer mehr im Spiel. Eine Technologie, die für Schmersal so neu nicht ist, wie Thomas Ruhs betont: „Elan war immerhin der erste Hersteller eines proprietären Sicherheitsbusses.“ Dass die Mechanik nicht gänzlich verdrängt wird, darüber ist man sich bei Schmersal einig, dennoch weiß man auch, dass die Elektronik mehr und mehr Einzug hält, wie die von Schmersal entwickelte Coded Safety Sensor-Technik zeigt. „Der Maschinenbauer wünscht sich heute Sicherheitsfunktionen, die in die Prozesse integriert sind.“ Und: Kompakte programmierbare Sicherheitssteuerungen sind vermehrt eine Alternative zu den klassischen Sicherheitsrelais-Bausteinen. Auf der diesjährigen Messe SPS in Nürnberg wird Schmersal Protect-Select in den Vordergrund stellen, eine kompakte Steuerung, die solche Aufgaben erfüllt. Das Besondere an ihr ist das einfache Parametrieren per Drag and Drop von vorhandenen Sicherheitsprofilen. Und wenn der Maschinenbauer es wünscht, dann kann er von Schmersal fertig parametrierte Varianten in kundenspezifizierter Ausführung bekommen. Auf Wunsch sogar im kundenspezifischen Design. Geplant ist zudem ein Zusatzmodul für Wireless Safety-Anwendungen.

Von Wuppertal in die Welt

Neben der Ausrichtung als technologie- und kundenorientierter Lösungs- und Systemanbieter drängt Schmersal verstärkt auch in die großen Märkte dieser Welt. Ganz vorne weg stehen für den Wuppertaler Sicherheitsspezialisten China und Indien. „In China sind wir seit zwölf Jahren mit einer eigenen Produktion vertreten. In Indien wollen wir nicht nur verkaufen, sondern auch produzieren“, blickt Thomas Ruhs nach vorne. Und auch in Südamerika werde man die Präsenz stark ausbauen. Für Nordamerika behalte man sich eine Entscheidung noch vor. „Deutschland ist immer noch ein innovativer Standort. Aber aufgrund der Bevölkerungsentwicklung werden die hauptsächlichen Wachstumsimpulse aus Asien kommen. Und dort stärken wir unsere Präsenz, um darüber die Zukunftsfähigkeit von Schmersal zu erhalten“, sagt Philip Schmersal. Er weiß aber auch, dass sich hier Anbieter von Standard-Sicherheitsschaltgeräten, sprich Billiganbietern, etablieren können. „Deshalb bauen wir das Consulting-Geschäft weltweit intensiv aus und forcieren auch die Entwicklung von anwenderspezifischen Systemlösungen. Wir sehen unsere Zukunft dort, wo Kompetenz und Kooperation gefragt sind - das genau wünscht der Maschinenbauer. “

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