Getriebe Siemens zeigt Getriebemotoren mitintegriertem Frequenzumrichter

Redakteur: Ute Drescher

Die Siemens-Division Drive Technologies treibt die Integration von Antriebskomponenten weiter voran und präsentiert mit dem Sinamics G110M einen dezentralen Umrichter, der als motorintegrierter Umrichter für Simogear-Getriebemotoren konzipiert ist.

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Siemens präsentiert Simogear-Getriebemotoren mit integriertem Frequenzumrichter Sinamics G110M
Siemens präsentiert Simogear-Getriebemotoren mit integriertem Frequenzumrichter Sinamics G110M
(Siemens)

Wer aufmerksam über den Siemens-Messestand auf der SPS IPC Drives 2013 gegangen ist, konnte dort schon sehen, was die Siemens-Division Drive Technologies nun auf der Hannover Messe 2014 offiziell einführt: den dezentralen Umrichter Sinamics G110M, der in die Simogear-Getriebemotoren integriert ist. Damit treibt Siemens die Integration des Antriebsstrangs weiter voran. „Einzigartig ist die Tatsache, dass die Soft- und Hardware-Achitektur aus einem Guss ist“, erklärt Bernhard Reichle, Leiter Getriebemotoren bei der Siemens-Division Drive Technologies.

Prädestiniert sind die neuen Simogear-Getriebemotoren mit integriertem Frequenzumrichter für den Einsatz in der Fördertechnik. Hier können sie unter anderem mit ihrem geringen Gewicht punkten. Das Gewicht im Verhältnis zur Baugröße wird zu den drei großen Zukunftsthemen in der Getriebetechnik zählen, ist Bernhard Reichle überzeugt. „Das Thema Leichtbau wird zunehmend an Bedeutung gewinnen. Bis in den mittleren Leistungsbereich wird das Gewicht von Getriebemotoren unter 25 kg bleiben müssen“, prognostiziert Reichle. Das wird vor allem mit Aluminium-Druckguss als Material der Wahl zu erreichen sein.

Zu den weiteren Trend-Themen gehören für Bernhard Reichle die Geräuschentwicklung von Maschinen und Anlagen ganz allgemein und damit auch von Getriebemotoren. „In Zukunft wird zunehmend die Frage gestellt werden: Wie viele Dezibel hat eine Maschine, wie klingt sie?“, erklärt Reichle. „Die Antwort darauf kann nur lauten: angenehm“. Senken lässt sich die Geräuschentwicklung bei Getriebemotoren vor allem über die eingesetzte Zahnrad-Technologie. Dabei spielen die Präzision bei der Fertigung sowie die Untersetzungsgeschwindigkeit eine Rolle.

Die Energieeffizienz ist für Bernhard Reichle das dritte große Zukunftsthema bei Getriebemotoren – wer hier punkten kann, hat die Nase vorn. Als Beispiel führt Reichle die zweistufigen Kegelstirnradgetriebe der Simogear 9-er Reihe von Siemens an. „Mit einem Wirkungsgrad von 96 % sind wir hier Marktführer“, sagt Reichle. Beim Thema Effizienz kommt auch die Kombination der Getriebemotoren mit dem Umrichter zum Tragen: Damit sinkt der Energieverbrauch des Gesamtsystems (Getriebe, Motor und Umrichter) um bis zu 40 %.

Schnelle Inbetriebnahme

Auch als integrierte Antriebssysteme spielen die Simogear-Getriebemotoren ihre bekannten Stärken wie eine hohe Leistungsdichte, eine feine Drehmomentstufung und einen hohen Wirkungsgrad aus. In Verbindung mit dem Simogear wird der Sinamics G110M ab Werk bereits vorkonfiguriert ausgeliefert. Der Sinamics G110M ist modular aufgebaut und lässt sich einfach installieren, in Betrieb nehmen und bedienen. Die Weiterleitung der Kundenanschlüsse für 24V, 400V und Kommunikation erfolgt innerhalb des Sinamics G110M in Form einer Daisy-Chain-Verbindung. Externe T-Verbindungen sind dafür nicht erforderlich.

Die Inbetriebnahme erfolgt über die gängigen Feldbus-Systeme sowie über DIP-Schalter oder Standard-USB-Schnittstelle.

Außerdem beschleunigt sich die Inbetriebnahme deutlich: Grund ist neben der Vorkonfiguration von Umrichter in Verbindung mit Simogear auch das intuitive Engineering im TIA-Portal. „Unser Ansatz eines durchgängigen und für jede Anwendung integrierten Antriebssystems bietet unseren Kunden einen messbaren Kundennutzen. So können sie durch das Engineering des Antriebssystems im TIA-Portal ihre Entwicklungszeiten beispielsweise um 30 % reduzieren“, sagte Ralf-Michael Franke, CEO der Siemens-Division Drive Technologies im Vorfeld der Hannover Messe 2014. „Die durchgängige Integration kann die Verfügbarkeit von Anwendungen und Anlagen auf bis zu 99 % steigern und zugleich zu Einsparungen von Wartungskosten von bis zu 15 % führen“. (ud)

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