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Können Sie uns ein kurzes Praxisbeispiel einer realisierten Applikation beschreiben?
Wir haben für einen der größten Landmaschinenhersteller einen speziellen induktiven Sensor entwickelt, um die Stellung des Getriebes abzufragen. Das Besondere an diesem Sensor ist, dass der Kunde nun eine Lösung hat, die die Montagezeiten auf ein Minimum reduziert und Fehler bei der Montage gänzlich ausschließt. Der Sensor sitzt direkt am Getriebeblock und widersteht den härtesten Umgebungsbedingungen, wie direktem Ölkontakt und Umgebungstemperaturen bis zu 125 °C und erfüllt eine EMV-Festigkeit von bis zu 200 V/m.
Bieten Sie neben den Standardprodukten auch spezielle Kundenlösungen an?
Das tun wir. Das kundenspezifische Geschäft macht sogar einen großen Teil des Umsatzes im ME-Markt aus. Ohne die Fähigkeit, kundenspezifische Lösungen zu bieten, könnten wir den ME-Markt bei weitem nicht so effektiv bedienen, da die Anforderungen oft sehr speziell sind. Oft ist eine kundenspezifische Lösungsentwicklung schon durch die meist hohen Stückzahlen gerechtfertigt.
Was unterscheidet die Turck-Lösungen für Mobile Equipment von den anderen Lösungen am Markt?
Neben einem breiten Produktprogramm bieten wir Flexibilität und das Know-how, kundenspezifische Lösungen anzubieten. Dabei greifen wir auf jahrelange Erfahrungen in der ME-Branche sowie auf ein Standard-Baukasten-System zurück und haben so die Möglichkeit, schnell und unkompliziert die optimale Lösung zu schaffen. Das gilt für kleine Änderungen des Standardproduktes, wie die Verwendung von fahrzeugüblichen Anschlusssteckern und Leitungen, aber auch für komplette Neuentwicklungen von beispielsweise kundenspezifischen Gehäusebauformen und Sensorplatinen. Darüber hinaus bieten wir über die Turck mechatec die Möglichkeit, komplette Teilsysteme auf Hardware- und Softwareebene zu konzipieren und zu fertigen. Ein Standardprogramm zu haben, ist sicherlich wichtig, aber ein Standardprodukt kann nicht immer die technisch optimale Lösung sein. Und auch preislich ergeben kundenspezifische Lösungen einen Sinn: die Kosten, die sich durch den Einsatz eines kundenspezifischen Produktes erhöhen, fallen auf der anderen Seite wieder weg, weil sich beispielsweise Montagezeiten verringern oder aufwendige mechanische Konstruktionen entfallen.
Welche Trends bewegen derzeit die mobile Automation und wie reagieren Sie?
In den einzelnen Marktsegmenten gibt es unterschiedliche Trends, doch über den gesamten ME-Bereich gesehen gibt es zwei Themen, die die Branche aktuell beschäftigen. Das ist zum einen die Erfüllung der Abgasnorm, zum anderen die Umsetzung der Maschinenrichtlinie. Mit der Maschinenrichtlinie beschäftigen wir uns intensiv. Hier werden wir den Kunden in Zukunft mehr Produkte bieten, verbunden mit der entsprechenden Beratungskompetenz, um die Kunden bei der Umsetzung zu unterstützen.
Was sind Ihre nächsten Ziele?
Wir wollen uns der Mobile-Equipment-Branche noch stärker als potenzieller Lösungsanbieter präsentieren. Es gibt noch viele Unternehmen, die uns nur als Anbieter von Lösungen in der Fabrikautomation kennen, dies gilt es zunächst durch die entsprechenden Kommunikationsmaßnahmen zu ändern. Daneben ist es wichtig, unser Leistungsangebot weiter für den ME-Markt zu optimieren, so wie beispielsweise unseren berührungslosen Encoder, den wir auf der Hannover Messe vorgestellt haben und zur SPS IPC Drives mit weiteren Varianten ergänzen werden.
SPS IPC Drives: Halle 7, Stand 351
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