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IIoT-Cloud-Services

Weg zur Smart Factory: Einfacher Einsteig für KMU

| Redakteur: Sariana Kunze

Wieland Electric, bekannt für sichere elektrische Verbindungstechnik, bietet nun mit einem IIoT-Cloud-Service kleinen und mittelständischen Maschinenbauern eine Möglichkeit, ihre Kunden einfach auf dem Weg zur Smart Factory zu begleiten.

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Mit seinem IIoT-Cloud-Service möchte Wieland kleine und mittlere Ausrüster beim Einstieg in IIoT-Anwendungen unterstüzten.
Mit seinem IIoT-Cloud-Service möchte Wieland kleine und mittlere Ausrüster beim Einstieg in IIoT-Anwendungen unterstüzten.
(Bild: Wieland Electric )

Mit der steigenden Anzahl an Komponenten, Software und Services erhöht sich die Komplexität und damit auch die Verunsicherung bei Ausrüster und Anwender gleichermaßen. Dies mündet oft in einer Zurückhaltung bei der Umsetzung von IIoT-Applikationen. Zudem ist aufgrund des Fachkräftemangels nicht immer ausreichend Personal vorhanden, um die Digitalisierung strukturiert umzusetzen. Als Lösung, um Maschinenbauern den digitalen Einstieg zu erleichtern, bietet Wieland einen IIoT-Cloud-Service, der Hardware-, Cloud- und Servicebausteine enthält, für die kein IT-Consulting nötig ist. Somit lassen sich Anwendungsfälle im IIoT-Bereich, auch bei vorhandenen Maschinen, einfach per Baukastenprinzip realisieren. Ob in der Fertigung, Logistik oder Stromerzeugung – der Fokus liegt vor allem auf der Weiterverarbeitung von Maschinendaten und der intelligenten Verknüpfung von Produktion und Service. Die Datensammlung erfolgt über das Wienet-IIoT-Gateway. Dieses wurde von Wieland für die einfache und sichere Anbindung von Geräten und Anlagen an das Internet entwickelt. Es besitzt Feldbuskopplungen und Automatisierungsfeatures sowie eine hohe IT-Funktionalität. Mit dem Gateway können zudem ältere Maschinen IIoT-fähig gemacht werden.

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Datenfilter sorgen für sinnvolle Verarbeitung

Unzählige Sensoren erfassen Betriebszustände wie Temperatur, Druck, Schalthäufigkeit, Vibration, Zählerstände, usw. Die Werte werden in Form von Variablen in den IIoT-Gateways gespeichert. Um die Latenzzeiten niedrig zu halten, fungieren die Wienet IIoT-Gateways als Datenfilter und stellen sicher, dass nicht alle Variablen zu jeder Millisekunde in die Cloud übertragen werden. Je nach Bedürfnissen der Anwendung lässt sich definieren, ob die Übertragung entweder ereignisgesteuert, z.B. bei einer Störung, zyklisch nach festen Zeitintervallen oder innerhalb eines bestimmten Rahmens erfolgt. Damit können Anwender ihre Kosten für die Datenübermittlung im Griff behalten. Die Gateways agieren nicht nur als Datenschnittstelle und -filter, sondern auch als Web-PLC. Da sie über einen lokalen Webserver verfügen, können Logik und Alarmfunktionen sowohl parametriert als auch programmiert werden. Auf diese Weise sind z.B. logische Verknüpfungen oder Vergleiche möglich, ebenso wie Vorberechnungen von Durchschnittswerten, beispielsweise von Temperaturen. Es stehen sämtliche konfigurierte I/Os aus den angebundenen Bussystemen – ebenso wie lokale Ein-/Ausgänge und Portalvariablen – zur Verfügung. So lassen sich ganz einfach Gateway-Funktionen durch Datenmapping realisieren und gleichzeitig eine vor-Ort-Logik erstellen.

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Konfigurierbare Cloud für bedarfsorientierte Dashboards

Die skalierbare, browserbasierte Plattform ermöglicht den Zugriff von überall auf der Welt, auch über mobile Geräte. Dadurch ist es möglich, schnell auf die gesammelten Daten zu reagieren und lokale Prozesse zu beeinflussen. Der Anwender erhält nach erfolgter Registrierung im Wienet Cloud-Portal Zugang zu seiner individuellen Plattform. Hier lassen sich Kundenprojekte anlegen und Geräte hinzufügen. Jeder Nutzer kann sich sein eigenes Dashboard aufbauen, über welches die Auslastung von Maschinen, Fehler oder auch wartungsrelevante Informationen visualisiert werden. Im Rahmen eines individuell konfigurierbaren Benutzermanagements ist es zudem möglich, Zugriffs- und Bearbeitungsrechte für jeden Benutzer bedarfsorientiert zu definieren.

Wieland bietet eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung bei der Datenübertragung – mit obligatorischer Authentifizierung und entsprechenden Kennwortrichtlinien. Für eine sinnvolle Weiterverarbeitung der gesammelten Rohdaten sorgt wiederum die API (Application Programming Interface)-Datenschnittstelle. Sie agiert als Datenübermittler und ermöglicht den Austausch von Inhalten zwischen verschiedenen Programmen.

IIoT-Lösungen unterstützen nicht nur eine höhere Produktivität oder tragen dazu bei, Ausfallzeiten zu reduzieren. Durch den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien sind Maschinenbauer auch in der Lage, neue Betreibermodelle anzubieten. Dazu gehört z.B. Maschinen-Leasing oder Pay-by-use: Hier bezahlt der Kunde nicht mehr für die Maschine selbst, sondern für deren Leistung, beispielsweise den Ausstoß von Druckluft. Dies ist nur dann möglich, wenn entsprechende Daten vorhanden sind, um die zeitliche Bereitstellung der Maschinenleistung zu kontrollieren und abzurechnen.

Partnernetzwerk für Ausrüster aufbauen

Da bei einer IIoT-Lösung der personelle Aufwand stets im Verhältnis zum angestrebten Nutzen stehen muss, bietet Wieland kleinen und mittleren Maschinenbauern nicht nur Hardware- und Cloudlösungen, sondern betreut diese auch servicetechnisch bei der Initialisierung erster IIoT-Projekte. Zudem möchte das Unternehmen mit dem Aufbau eines entsprechenden Partnernetzwerks Ausrüstern künftig die Möglichkeit geben, auch Projekte für Machine Learning und Künstlicher Intelligenz umzusetzen.

Hannover Messe: Halle 9, Stand F69

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