Vernetzung Innovatives Kommunikationssystem für Schaltgeräte ersetzt aufwändige Verdrahtung

Autor / Redakteur: Heribert Einwag / Reinhard Kluger

Das konventionelle, zeitaufwändige und fehlerträchtige Verdrahten von Haupt- und Steuerstrom muss nicht mehr sein: SmartWire-Darwin heißt ein innovatives Verbindungs- und Kommunikationssystem für die Vernetzung von Schaltgeräten. Es spart Projektierungs- und Montagekosten, Platz im Schaltschrank und erlaubt darüber hinaus eine effiziente Teilnehmerdiagnose.

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„SmartWire-Darwin“: Verbinden statt Verdrahten. Bis zu 99 Teilnehmer wie Befehls- und Meldegeräte, Motorstarter und E/A-Module können mit SmartWire-Darwin mit einander verbunden werden. Die Anbindung an die SPS erfolgt als Profibus-DP oder CANopen Teilnehmer
„SmartWire-Darwin“: Verbinden statt Verdrahten. Bis zu 99 Teilnehmer wie Befehls- und Meldegeräte, Motorstarter und E/A-Module können mit SmartWire-Darwin mit einander verbunden werden. Die Anbindung an die SPS erfolgt als Profibus-DP oder CANopen Teilnehmer
( Archiv: Vogel Business Media )

So war es bislang in der Praxis: Der klassische Schaltschrank bestand aus einer zentralen Steuerung mit Schaltgeräten, Sensoren und Aktoren, die alle einzeln mit einer Steuerung verdrahtet wurden. Die Folge: Ein daraus resultierender hoher Verdrahtungsaufwand, potentiell fehleranfällig, die Schaltschränke selbst sind groß und teuer, die Inbetriebnahmen gelten als zeitintensiv. Die SmartWire-Darwin Technology von Moeller schlägt die Brücke zwischen der Automatisierungs- und der Schaltgerätewelt, die beiden Welten wachsen gleichsam zusammen. Denn diese Technik verlagert die E/A-Ebene in die Schaltgeräte und ersetzt die konventionelle Steuerverdrahtung zwischen E/A-Baugruppen und Schaltgeräten durch die innovative Darwin-Technik.

Die Zukunft ist jetzt

Gemäß dem Motto „Verbinden statt Verdrahten“, kann der Kunde nun beträchtliche Kosten sparen: Weil bei Schützen, Motorstartern, Befehls- und Meldegeräten die komplette Steuerverdrahtung entfällt, entsteht ein übersichtlicher und kompakter Schaltschrank, bei dem Verdrahtungsfehler oder zeitaufwändige Fehlersuchen der Vergangenheit angehören. Zum Einsatz kommen dabei Moeller-Komponenten aus dem Standard-Lieferprogramm, die mittels einer Kommunikationsanschaltung für den Einsatz an SmartWire-Darwin ertüchtigt werden. Bei Schützen entfallen zudem die bislang notwendigen Hilfskontakte, da diese Funktion bereits in der Kommunikationsanschaltung enthalten ist. So lässt sich bereits während der Projektierung eine erhebliche Vereinfachung beim Steuerungs- und Schaltschrankbau erreichen. Auch eine spätere Erweiterung ist problemlos möglich, hierzu muss lediglich ein neuer Teilnehmer angesteckt werden, die Rekonfigurierung erfolgt einfach per Knopfdruck.

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Condition Monitoring inklusive

Bislang konnten bei Motorschutzschaltern bzw. Motorstarter lediglich Schaltzustände oder Ausgelöstmeldungen, differenziert nach Überlast- oder Kurzschlussauslösungen, ausgewertet werden. Die erstmalig auf der Hannover Messe 2009 präsentierten Motorschutzschalter PKE mit elektronischem Überlastschutz bieten deutlich mehr Meldefunktionen: von Diagnose-, Status- oder Überlastmeldungen bis hin zum aktuellen Stromfluss. So werden die Diagnosedaten der Motorschutzschalter oder Motorstarter direkt in die Steuerung übertragen und stehen somit anlagenweit bereit. Bei wiederholter Überlast von Motoren kann unmittelbar eingegriffen werden, bevor es zu kostspieligen Anlagen- oder Maschinenausfällen kommt. Die zunehmende Intelligenz der Motorschutzschalter erweitert in summa die Basisfunktion auf Aspekte wie Verfügbarkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit.

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