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VDE-Studie zu Servicerobotern Roboter erobern bald Haushalt und Pflege

| Redakteur: Sariana Kunze

Eine VDE-Studie „Mein Freund der Roboter“ ergab, dass in den nächsten Jahren Haushaltsroboter sich einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen. Die Serviceroboter werden besonders im Bereich der Pflege Aufgaben übernehmen. Aber möchten Senioren überhaupt mit einem Roboter zusammen wohnen?

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(Quelle: Hannover Messe 2010)
(Quelle: Hannover Messe 2010)
( Archiv: Vogel Business Media )

Hier ein Video als Beispiel

„Unsere Experten erwarten im Bereich Serviceroboter attraktive ökonomische Wachstumsraten, die zu neuen Arbeitsplätzen führen“, sagte VDE-Präsidiumsmitglied Dr.-Ing. Kurt Bettenhausen. Zum anderen trügen Serviceroboter dazu bei, die Herausforderungen des demografischen Wandels erfolgreich zu meistern und die Lücke zischen einer kontinuierlich alternden Bevölkerung, einer rückläufigen Erwerbsbevölkerung und einem Mangel an Pflegekräften zu schließen.

Vor allem im Bereich der Rehabilitationsrobotik, wie zum Beispiel intelligente Rollstühle, kleine Roboterarme oder neuartige Beinprothesen erwartet der VDE in naher Zukunft große Fortschritte. Sie ermöglichen es heute schon alten, kranken oder behinderten Menschen, verlorene Mobilität und Selbstständigkeit zurückzugewinnen. Eine kommenden Boom sieht der Verband in der Entwicklung von menschenähnlichen Robotern (Humanoide) als Haushaltshelfer für komplexe Aufgaben oder als persönlicher Assistent für ältere Menschen. „Bisher haben nur wenige Firmen in Japan, Korea und China erste humanoide Roboter auf den Markt gebracht. Wir erwarten jedoch für die nächsten zehn Jahre erhebliche Zuwachsraten in diesem Segment“, sagte Bettenhausen weiter. Gegenwärtig stammen zahlreiche Serviceroboter für den Privatbereich aus Asien.

Senioren ziehen Roboter dem Altersheim vor

Die Mehrheit der Senioren steht Servicerobotern positiv gegenüber. Nach der Studie befürworten unter den Befragten 75 Prozent der Techniker, 56 Prozent der Rentner und 50 Prozent der Pflegekräfte den Einsatz von Robotern im privaten Bereich. Am beliebtesten sind Haushaltsroboter wie Staubsauger- und Wischroboter, aber auch futuristische Anwendungsszenarien wie der „roboterisierte Rollstuhl“ erzielen hohe Akzeptanzwerte. In den nächsten Jahren werden Serviceroboter und automatisierte Lösungen für ältere Menschen zunehmend in die Haushalte einziehen und auch Pflegeaufgaben übernehmen. Dies bietet große Chancen für Industrie und Gesellschaft in Deutschland. Zum einen soll der Trend zu attraktiven ökonomischen Wachstumsraten im zweistelligen Bereich und neuen Arbeitsplätzen führen. Dabei eröffnen sich Deutschland aufgrund seiner guten Position in der Industrierobotik und Automation sowie anderen Basistechnologien große Potenziale auf dem Weltmarkt. Zum anderen tragen Serviceroboter dazu bei, die großen Herausforderungen des demografischen Wandels erfolgreich zu meistern und die Lücke zwischen einer kontinuierlichen alternden Bevölkerung, einer rückläufigen Erwerbsbevölkerung und einem Mangel an Pflegekräften zu schließen. Allerdings zeigt die VDE-Studie auch, dass das gesellschaftliche und technologiepolitische Bekenntnis zum „Freund Roboter“ noch nicht so klar ausfällt wie in asiatischen Ländern, etwa Südkorea oder Japan.

Zukunft der Serviceroboter im privaten Bereich

Grundsätzlich werden in der Servicerobotik zwei Hauptklassen unterschieden: Serviceroboter für gewerbliche Anwendungen einerseits und für den häuslichen Bereich andererseits. Nach diesem jährlich erscheinenden World Robotics Bericht der International Federation of Robotics (IFR) spielen Serviceroboter für gewerbliche Anwendungen insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Verteidigung und Rettung, aber zum Beispiel auch in der gewerblichen Reinigung oder etwa als Chirurgieroboter in der Medizin eine Rolle. Laut IRF waren bis 2009 im gewerblichen Segment weltweit 63.429 Serviceroboter im Einsatz.

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